Freitag, 12. Oktober 2012
wenn der herbst ins hirn einbricht,
dass grau von draussen zum grau drinnen wird,
wenn die nebelschleier aus den augenlidern lastet,
der sprühregen sich mit den tränen vermischt,
wenn die dunkelheit immer früher kommt
und immer länger bleibt,
wenn die bäume kahl werden
und sich um deine kehle ranken,
wenn dunkle figuren durch die lustlosen strassen streifen,
dann wird es zeit zu gehen.
Mittwoch, 14. April 2010

Grau. Nebel. Gleichgültigkeit.

Nicht Schwarz, nicht Weiß.

Die Stimmen vereinigen sich zum Rauschen.

Ein tiefer Lungenzug.

Der Rauch meiner Zigarette vereinigt sich mit dem Nebel.

Meine innere Stimme gleicht sich dem Rhythmus Stimmenrauschens an.

Der Kaffee schmeckt schal.

Das Telefon klingelt mit unablässigem Vibrieren.

Und hört nach endlosen Sekunden wieder von selbst auf.

Die Ruhe und das Rauschen der Stimmen kommt wieder.

Der Rauch verbeißt in meinen Lungen.


Es ist an der Zeit die Rechnung zu begleichen.

Und zu gehen.

Mein Herz rast. Der Puls pocht.

Die Faust der Angst in meinem Magen.

Die Dämonen kommen, stampfend und laut.

Lassen sich nicht länger ignorieren.


Panik bricht aus.


Die Uhr schlägt gleichmäßig vor sich hin.

Ihr Ticken macht mich wahnsinnig.

Ich halte die Stille nicht aus.

Ich halte mich nicht länger aus.


Panik bricht aus.


Der Fluchtreflex setzt ein.

Ich bin zum Absprung bereit.

Nur wohin soll ich gehen?

Ich hol mich selber wieder ein.


Panik bricht aus.


Ich flüchte mich in den Rausch.

Versuch meine Gedanken zu überlisten.

Betäube mich mit Alkohol.

Schmerzen brechen aus.


Panik bricht aus.


Das Gefühl von dir verschwindet.

Ich fühl dich nicht mehr.

Abgetrennt, Isoliert, Allein.

Du verschwindest im Nebel der Vergangenheit.

Immer weiter weg,verschwommen.

Das Gefühl mit dir verschwindet.

Wie fühlst du dich an?

Wie schmeckst du?

Wie riechst du?

Eine Erinnerung an die Erinnerung.

Das gefühlte Du verschwindet.

Dir fehlt die Würze.

Deine Haut verkrustet zu Narben.

Dein Geruch verflüchtigt sich in nichts.

Wer warst Du?


Ich will nicht, dass es weggeht.

Ich kann es mir nicht vorstellen

Ohne dieses alles ausfüllende,

mächtige, kalte, schwarze Gefühl.

Zu sein.

Leben ist das keines.

Mehr ein Aushalten.

Bei Durchhalten wär da etwas.

Was ich als Ende bezeichnen könnte.

Aber dieses Blei, dieses Schwarz

Hat kein Ende.

Und keinen Anfang.

Ich will das es Aufhört.

Mit mir aufhört.

Mit mir endet.

Zu sein.


Montag, 14. September 2009
ich wach auf in der nacht
und fühl wie die angst mich packt
versuch mich zu wehren mit aller macht
bevor sie mich an den eiern packt

ich werf mir eine pille ein
du hast mich in tausend stücke zerissen
ich gab die schuld mir allein
konnt dich nie vergessen

sie wissen nicht, wer du bist,
und sie wissen nicht, wer du bist.

die erinnerungen fallen aus meinem kopf
ich schüttel die fotos aus meinem herzen
pack die gelegenheit beim schopf
versuch die kälte zu verschmerzen

ich versuch mich zu bewegen,
stürz mich aus dem fenster,
ich spür erst jetzt den regen
niemand da, um mich zu holen


Komm drück dich her zu mir
Ich rück gleich näher zu dir

Und für Liebe gibt es keine Garantie
Doch glaub mir so sicher wie mit dir war ich mir nie
Und was das Fundament unserer Beziehung ist:
Ich lieb dich so wie du bist

Wie du bist
du weisst
ich lieb dich so
So wie du bist

Bitte sieh mich nicht so streng an
Glaub mir ich will dich nicht verändern
Du weisst es eh es gibt keine außer dir
Also komm nimm die Falten aus der Stirn

So und nur so und nicht anders
Und dich einatmen wollen
Und ich atme dich ein und ich atme dich aus
Einfach bei dir sein und träumen

Es gibt nichts zu gewinnen
Hat man nichts zu verlieren
Und ich werf alles hin
Ich will es riskieren

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